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DSGVO-konforme B2B-Shops

B2B E-Commerce für Industrie und Fertigung

Ersatzteilidentifikation über Stücklisten, maschinenspezifische Kataloge, BOM-Integration und Kanban-Nachschub. Bestellplattformen, die Produktionsabläufe absichern.

Ersatzteil-Shop ab 14.900 € netto Stücklisten, BOM und Kanban integriert ERP-Anbindung ab 4.900 € Festpreis

Shopware CE

Open-Source-Basis

12–16

Wochen bis zum MVP

50+

B2B-Projekte (Projekterfahrung)

ab 249 €

Wartung pro Monat netto

Ab-Preise · netto zzgl. USt.

ab 14.900 € Ersatzteil-Shop netto
  • Festpreis-Bausteine für ERP, Punchout und BOM statt Blackbox
  • Offene Shopware-CE-Basis, B2B-Lizenzen transparent getrennt ausgewiesen
  • Iterativer Start mit den Maschinen mit der besten Datenlage
  • Ein technisches Team für Shop, Schnittstellen und Betrieb

Typisches Industrieprojekt 39.000 €, Beschaffungsportal ab 24.500 €, Mehrstandort-Portal ab 49.000 €. ERP-Anbindung ab 4.900 € (individuell ab 12.900 €), Punchout OCI ab 4.900 €, Wartung ab 249 € pro Monat. Alle Preise netto zzgl. USt.; jedes Projekt startet mit einem kostenfreien Erstgespräch.

In der Fertigungsindustrie ist ein Produktionsstillstand die teuerste aller Situationen. Wenn eine Maschine steht, zählt jede Minute. Der Instandhalter muss das richtige Ersatzteil finden, die Verfügbarkeit prüfen und die Bestellung auslösen, bevor der Stillstand sich zu einem Lieferverzug auswächst. Gleichzeitig verwaltet der Einkauf langfristige Rahmenverträge für C-Teile, koordiniert die Beschaffung von Sonderwerkzeugen und stellt sicher, dass Kanban-Kreisläufe zuverlässig nachgefüllt werden. Wir entwickeln auf Basis der Shopware Community Edition Beschaffungsplattformen, die diese unterschiedlichen Szenarien in einer durchdachten Oberfläche vereinen.

Vom Maschinenstillstand zur ERP-Bestellung

Beschaffungs-Datenfluss
Vom Maschinenstillstand zur ERP-Bestellung
Ersatzteil, Kanban-Nachschub und Rahmenvertrag laufen in einem Prozess zusammen — vom Bedarf in der Werkstatt bis zur revisionssicheren Buchung im ERP
Maschine / MES
Ersatzteil-Shop
Kanban-Prüfung
Freigabe
ERP
In der Werkstatt
Maschine und Baugruppe bekannt
Bestand am Kanban-Behälter
Betriebsstunden aus dem MES
Im Shop
Ersatzteil über die Stückliste gefunden
Bestellpunkt automatisch geprüft
Rahmenvertrag-Kondition gezogen
Ins ERP
Bestellanforderung gebucht
Lieferant und Kostenstelle gesetzt
Zertifikat der Charge angehängt
Kanban-Kreisläufe heutebidirektional synchron
Bestellpunkt
Auto-Auslösung
Lieferant
Kreisläufe aktiv42
Reorders heute3
MTTR1,8 h
Letzte Sync-Läufe
Kanban DM-220 · Reorder ausgelöst
Bestellanforderung an ERP gebucht
Rahmenvertrag · Kontingent aktualisiert
Fehlbestellungendeutlich reduziert (Projekterfahrung)
Ersatzteil-Shopab 14.900 € netto
Vom Bedarf in der Werkstatt bis zur ERP-Bestellanforderung in einem durchgängigen Prozess. Beispielhafte Darstellung — Werte illustrativ.

Besondere Anforderungen der Fertigungsindustrie an E-Commerce

Die Fertigungsindustrie stellt an einen E-Commerce-Shop Anforderungen, die in keinem anderen B2B-Segment so ausgeprägt sind. Produkte werden nicht über Produktnamen oder Bilder gesucht, sondern über Maschinentyp, Seriennummer, Baugruppe und Stücklistenposition. Ein Instandhalter, der ein Lager austauschen muss, kennt weder die Artikelnummer noch die exakte Bezeichnung. Er kennt die Maschine, die Baugruppe und die Position in der Explosionszeichnung. Der Shop muss ihm ermöglichen, über genau diesen Weg zum richtigen Ersatzteil zu gelangen. Darüber hinaus erwarten Industriekunden vollständige technische Datenblätter, Einbauanleitungen und Kompatibilitätsinformationen direkt am Artikel, damit die Instandhaltung eigenständig prüfen kann, ob das Ersatzteil für den vorgesehenen Einbauort geeignet ist.

Langfristige Vertragsbeziehungen prägen das Beschaffungsverhalten. Rahmenverträge über zwei bis fünf Jahre regeln die Konditionen für Verbrauchsmaterialien, Normteile und häufig benötigte Ersatzteile. Diese Verträge enthalten festgelegte Preise, Mindest- und Maximalmengen sowie Abrufmodalitäten, die im Shop exakt abgebildet werden müssen. Darüber hinaus erfordern Industriekunden häufig Zertifikate und Prüfzeugnisse für bestellte Materialien, die direkt über den Shop abrufbar sein sollten.

Die Integration in bestehende Produktionssysteme ist unverzichtbar. SAP PM oder ähnliche Instandhaltungsmodule verwalten die Maschinenstammdaten und Wartungspläne. Das ERP-System führt die Stücklisten und Lagerbestände. Die Beschaffungsplattform muss sich nahtlos in diese Systemlandschaft einfügen und Daten bidirektional austauschen, damit Bestellungen automatisch als Bestellanforderungen im ERP erscheinen und Materialverfügbarkeiten in Echtzeit aus dem Lager abgefragt werden.

Kernfunktionen für den Industrie-E-Commerce

Maschinenspezifische Kataloge

Navigation über Maschinentyp, Seriennummer und Baugruppe zum passenden Ersatzteil. Interaktive Stücklisten mit Explosionszeichnungen und direkter Bestellmöglichkeit aus der Zeichnung heraus.

BOM-Integration und Stücklisten

Import von Bill-of-Materials-Daten aus SAP, EPLAN oder CAD-Systemen. Hierarchische Stücklistennavigation mit Positionsnummern, Mengenangaben und Austauschteile-Referenzen.

Technische Zeichnungen und Zertifikate

CAD-Zeichnungen, 3D-Modelle, Werkstoffzeugnisse und Prüfzertifikate direkt am Artikel. Automatische Bereitstellung der aktuellen Zeichnungsversion bei Bestellung.

Rahmenverträge und Abrufaufträge

Abbildung von Langzeitverträgen mit festgelegten Konditionen, Abrufmengen und Laufzeiten. Kontingentüberwachung mit Benachrichtigung bei Erreichung der Vertragsmenge.

Kanban-Nachschubsteuerung

Automatische Nachbestellung bei Unterschreitung von Meldebeständen. Konfigurierbare Kanban-Kreisläufe mit Bestellmengen, Lieferanten und Freigabelogik. Verbrauchsstatistik pro Arbeitsplatz.

Wartungsplanung und Verschleißteile

Verknüpfung von Wartungsintervallen mit automatischen Materialbestellvorschlägen. Verschleißteil-Management mit Betriebsstunden-Tracking und prognostischer Nachbestellung.

Ersatzteilidentifikation: Vom Maschinenproblem zum richtigen Teil

Die größte Herausforderung bei Ersatzteilbestellungen ist die eindeutige Identifikation des benötigten Teils. In der Praxis kennt der Instandhalter die Maschine und die fehlerhafte Baugruppe, aber nicht die Artikelnummer des Ersatzteils. Unsere maschinenspezifische Katalognavigation löst dieses Problem durch einen dreistufigen Ansatz: Zunächst wählt der Nutzer die Maschine aus einer strukturierten Baumansicht oder gibt die Seriennummer ein. Dann navigiert er durch die Baugruppen bis zur relevanten Unterbaugruppe. Schließlich zeigt eine interaktive Explosionszeichnung alle Einzelteile mit Positionsnummern, aus der er direkt in den Warenkorb bestellen kann.

Die technischen Zeichnungen werden aus dem CAD-System oder dem PIM importiert und im Shop als interaktive SVG-Grafiken dargestellt. Hotspots auf den Zeichnungen sind mit den zugehörigen Artikeldaten verknüpft. Bei Klick auf eine Position öffnet sich eine Detailansicht mit Artikelnummer, Bezeichnung, technischen Daten, Bestand und Preis. Austauschteile und kompatible Alternativen werden automatisch angezeigt, wenn das Originalteil nicht mehr verfügbar ist. Diese Funktionalität reduziert Fehlbestellungen erheblich und verkürzt die Zeit von der Problemidentifikation bis zur Ersatzteilbestellung auf ein Minimum.

Suche, wie der Instandhalter denkt

Maschinenkontext statt Artikelnummer

In der Werkstatt steht selten die Artikelnummer zur Verfügung, dafür aber die Maschine, die defekte Baugruppe und oft eine Seriennummer. Unsere Katalognavigation setzt genau hier an: Der Shop führt vom bekannten Maschinenkontext zum unbekannten Ersatzteil. Technische Datenblätter, Einbauanleitungen und Kompatibilitätshinweise liegen direkt am Artikel, damit die Instandhaltung eigenständig prüfen kann, ob das Teil passt. So sinkt die Zahl der Fehlbestellungen spürbar, und der Weg vom Stillstand zur Bestellung wird kurz.

  • Einstieg über Maschinentyp, Seriennummer oder Baugruppe
  • Interaktive Explosionszeichnung mit klickbaren Positionen
  • Datenblatt und Einbauanleitung direkt am Artikel
  • Automatische Anzeige von Austausch- und Nachfolgeteilen
Einstieg ohne ArtikelnummerSeriennr. DM-220
Maschine · Drehmaschine DM-220
Baugruppe · Spindelstock
Position · Hauptlagerung
Artikelnummer · noch unbekannt
Treffer aus der Stückliste2 Ergebnisse
Rillenkugellager 6208-2RS
Position 2 · Bestand 14 Stk · Art.-Nr. 6208-2RS
Datenblatt und Einbauanleitung
Kompatibel: DM-220, DM-240

Stücklisten-Management und BOM-Integration

Stücklisten (Bills of Materials) bilden das Rückgrat der Ersatzteilbeschaffung in der Industrie. Sie definieren, welche Komponenten in welcher Menge in einer Maschine oder Baugruppe verbaut sind. Unser BOM-Modul importiert Stücklistendaten aus SAP, EPLAN, SolidWorks und anderen Systemen und stellt sie im Shop als navigierbare Hierarchie dar. Jede Stücklistenposition ist direkt mit dem zugehörigen Shopartikel verknüpft, sodass eine Bestellung aus der Stückliste heraus möglich ist.

Die Stücklisten werden über die ERP-Schnittstelle automatisch synchronisiert. Wenn im ERP eine Stücklistenänderung durchgeführt wird, etwa der Austausch eines Lieferteils durch ein kompatibles Nachfolgeprodukt, wird diese Änderung automatisch im Shop nachgezogen. Revisionshistorien zeigen dem Einkäufer, welche Teile wann geändert wurden, und Auslaufhinweise informieren frühzeitig über bevorstehende Abkündigungen. Diese automatisierte Datenpflege reduziert den manuellen Aufwand erheblich und stellt sicher, dass der Shop immer den aktuellen technischen Stand der Maschinen widerspiegelt.

Datenquellen, die der Ersatzteilshop zusammenführt

Stücklisten aus dem ERP

Hierarchische BOM-Daten aus SAP, EPLAN oder dem CAD-System fließen als navigierbare Baumstruktur in den Shop. Jede Position ist mit dem passenden Artikel verknüpft.

Maschinenstammdaten

Maschinentypen, Seriennummern und Baugruppen aus dem Instandhaltungsmodul bilden den Einstieg in die Ersatzteilsuche und verbinden Teil und Einbauort.

Betriebsdaten aus dem MES

Betriebsstunden und Zyklen liefern die Basis für prognostische Nachbestellungen, bevor Verschleißteile tatsächlich ausfallen.

Zertifikate und Prüfzeugnisse

Werkstoffzeugnisse nach EN 10204, Kalibrierprotokolle und Konformitätserklärungen liegen pro Artikel und Charge bereit und werden bei Bestellung mitgeliefert.

Lagerbestände in Echtzeit

Das Warenwirtschafts- oder Lagerverwaltungssystem liefert Verfügbarkeit und Lieferzeit direkt an den Artikel, damit der Instandhalter sofort planen kann.

Konzernweite Sortimente

Bei Mehrstandort-Strukturen steuert der zentrale Einkauf freigegebene Sortimente und Rahmenverträge, die Werke bestellen eigenständig daraus.

Kanban und automatisierte Nachschubsteuerung

In vielen Fertigungsbetrieben werden C-Teile und Verbrauchsmaterialien über Kanban-Systeme beschafft. Wenn ein Behälter leer ist, wird automatisch nachbestellt. Traditionell geschieht dies über Kanban-Karten, Barcode-Scanner am Regal oder manuelle Bestellformulare. Unsere digitale Kanban-Lösung bildet diesen Prozess im Shop ab: Für jeden Kanban-Artikel werden Bestellmenge, Lieferant, Bestellpunkt und maximaler Bestand definiert. Wenn der Bestand den Bestellpunkt unterschreitet, generiert das System automatisch eine Bestellanforderung.

Die Kanban-Bestellungen durchlaufen je nach Konfiguration den regulären Freigabeprozess oder werden bei Standardartikeln unterhalb eines definierten Werts automatisch ausgelöst. Ein Dashboard zeigt den Status aller Kanban-Kreisläufe, offene Bestellungen und Verbrauchsstatistiken pro Kostenstelle. Diese Transparenz ermöglicht es dem Einkauf, Verbrauchsmuster zu erkennen, Bestellmengen zu optimieren und Lieferantenkonditionen auf Basis realer Verbrauchsdaten nachzuverhandeln. Die langfristige Betreuung stellt sicher, dass die Kanban-Parameter regelmäßig an veränderte Verbrauchsmuster angepasst werden.

Der digitale Kanban-Kreislauf Schritt für Schritt

  1. 1

    Verbrauch am Arbeitsplatz

    Material wird aus dem Kanban-Behälter entnommen. Der Bestand wird per Scan, Behälterbuchung oder Rückmeldung aus dem Lagersystem aktualisiert.

  2. 2

    Bestellpunkt unterschritten

    Sinkt der Bestand unter den definierten Bestellpunkt, erkennt das System den Bedarf automatisch und legt eine Bestellanforderung an.

  3. 3

    Freigabe oder Auto-Auslösung

    Standardartikel unterhalb eines Schwellenwerts werden automatisch ausgelöst, höherwertige Positionen durchlaufen den definierten Freigabeprozess.

  4. 4

    Bestellung an den Lieferanten

    Die Bestellung geht mit den Konditionen aus dem hinterlegten Rahmenvertrag an den richtigen Lieferanten und erscheint als Bestellanforderung im ERP.

  5. 5

    Auswertung und Optimierung

    Verbrauchsstatistiken pro Kostenstelle fließen ins Dashboard. Auf Basis realer Daten werden Bestellmengen und Bestellpunkte laufend nachjustiert.

Typische Integrationslandschaft in der Fertigungsindustrie

Die IT-Landschaft in Fertigungsunternehmen ist typischerweise komplex und historisch gewachsen. Neben dem ERP-System als zentraler Datendrehscheibe existieren Instandhaltungsmodule, Produktionsplanungssysteme, CAD-Anwendungen und häufig spezialisierte Lagerverwaltungssysteme. Die Schnittstellenarbeit muss diese Vielfalt berücksichtigen und zuverlässige Datenbridges schaffen.

  • ERP-Integration (SAP S/4HANA, SAP Business One, Microsoft Dynamics) für Stammdaten und Aufträge
  • Instandhaltungsmodul (SAP PM, IBM Maximo) für Maschinenstammdaten und Wartungspläne
  • CAD/PLM-System (SolidWorks, EPLAN, Siemens NX) für technische Zeichnungen und Stücklisten
  • Produktionsplanung (SAP PP, APS) für Bedarfsprognosen und Produktionsverknüpfung
  • Lagerverwaltungssystem (WMS) für Echtzeit-Bestände und Reservierungslogik
  • MES (Manufacturing Execution System) für Verbrauchsdaten und Betriebsstunden-Tracking
  • Qualitätsmanagement-System für Prüfzeugnisse und Werkstoffzertifikate

Herausforderungen der Digitalisierung in der Industrie

Die Digitalisierung der Beschaffung in Fertigungsunternehmen scheitert häufig nicht an der Technik, sondern an der Datenverfügbarkeit. Stücklisten sind in vielen Betrieben unvollständig, Artikelstammdaten wurden über Jahrzehnte in verschiedenen Systemen gepflegt und Explosionszeichnungen existieren teilweise nur als gescannte Papieroriginale. Ein realistisches E-Commerce-Projekt muss diese Ausgangslage berücksichtigen und einen pragmatischen Weg finden, um mit unvollständigen Daten zu starten und die Datenqualität schrittweise zu verbessern.

Wir unterstützen diesen Prozess mit einem modularen Vorgehen. Der Shop startet mit den Maschinentypen und Baugruppen, für die vollständige Daten vorliegen. Für andere Maschinen steht zunächst eine Freitextsuche mit Anfragefunktion zur Verfügung. Parallel dazu arbeiten wir mit Ihrem technischen Team an der Datenaufbereitung: Stücklisten werden importiert, Zeichnungen digitalisiert und Artikelstammdaten konsolidiert. Dieser iterative Ansatz stellt sicher, dass der Shop früh produktiv genutzt werden kann, während die Datenabdeckung kontinuierlich wächst.

Ein weiterer kritischer Erfolgsfaktor ist die Akzeptanz durch die Instandhalter. Diese Anwendergruppe arbeitet unter Zeitdruck, oft mit verschmutzten Händen und nicht selten mit eingeschränkter IT-Affinität. Der Shop muss deshalb robust, fehlertolerant und mit wenigen Klicks bedienbar sein. Große Schaltflächen, klare Suchfunktionen und die Möglichkeit, über Barcode-Scan direkt zum Artikel zu gelangen, erhöhen die Akzeptanz in der Werkstatt erheblich. Schulungen vor Ort und ein klar strukturiertes Self-Service-Portal unterstützen den Adoptionsprozess.

Verschleißteile und vorausschauende Beschaffung

Verschleißteile haben eine vorhersagbare Lebensdauer, die von Betriebsstunden, Zyklen oder Durchsatzmengen abhängt. Ein Förderbandgurt hält eine bestimmte Anzahl von Betriebsstunden, ein Werkzeugstahl eine definierte Anzahl von Stanzvorgängen, ein Filtermedium einen kalkulierbaren Volumendurchsatz. Wenn diese Betriebsdaten aus dem MES (Manufacturing Execution System) verfügbar sind, kann der Shop prognostische Nachbestellvorschläge generieren: Das System berechnet den voraussichtlichen Verschleißzeitpunkt und schlägt rechtzeitig eine Nachbestellung vor, bevor das Teil tatsächlich ausfällt.

Diese vorausschauende Beschaffung reduziert ungeplante Stillstände und transformiert die Instandhaltungsstrategie von reaktiv zu präventiv. Der Einkäufer erhält über ein Dashboard eine Übersicht aller Verschleißteile mit prognostiziertem Wechseltermin und kann Bestellungen gebündelt auslösen. Bei kritischen Teilen, deren Ausfall zu einem Produktionsstillstand führen würde, kann das System automatische Bestellungen auslösen, sobald der prognostizierte Wechseltermin innerhalb der Lieferzeit des Ersatzteils liegt. Die Verknüpfung von Betriebsdaten aus dem MES mit dem Shopware-basierten Ersatzteilshop schafft einen Kreislauf, der die Materialverfügbarkeit absichert und die Beschaffungskosten durch bessere Planbarkeit senkt.

Vom Ausfall zur Prognose

Verschleißteile rechtzeitig nachbestellen

Verschleißteile haben eine vorhersagbare Lebensdauer, die an Betriebsstunden, Zyklen oder Durchsatz gekoppelt ist. Sind diese Betriebsdaten aus dem MES verfügbar, berechnet der Shop den voraussichtlichen Wechseltermin und schlägt die Nachbestellung vor, bevor das Teil ausfällt. Das Dashboard bündelt alle anstehenden Wechsel, sodass der Einkauf Bestellungen zusammenfassen und Stillstände vermeiden kann. Bei kritischen Teilen löst das System die Bestellung selbsttätig aus, sobald der Wechseltermin in die Lieferzeit rückt.

  • Betriebsstunden- und Zyklen-Tracking aus dem MES
  • Prognostizierter Wechseltermin pro Verschleißteil
  • Gebündelte Nachbestellung statt Einzelbestellungen
  • Auto-Auslösung bei kritischen Teilen innerhalb der Lieferzeit
Restlebensdauer je VerschleißteilBestellvorschlag aktiv
Förderbandgurt · FB-240-KWechsel in 12 Tagen
Werkzeugstahl · WS-HSS-32Wechsel in 26 Tagen
Filtermedium · FM-HF-22auto-bestellt
3 Teile überwacht · 1 Bestellung ausgelöstMES-gekoppelt

Sicherheitsbestände und Materialklassifikation

Nicht jedes Ersatzteil kann just-in-time beschafft werden. Kritische Ersatzteile, deren Ausfall zu einem Produktionsstillstand führt und deren Beschaffungszeit mehrere Wochen beträgt, müssen als Sicherheitsbestand vorgehalten werden. Die Festlegung, welche Teile bevorratet werden und welche bedarfsgesteuert beschafft werden, ist eine strategische Entscheidung, die auf Grundlage von Ausfallwahrscheinlichkeit, Beschaffungsdauer, Kosten und Produktionskritikalität getroffen wird.

Unser Shop unterstützt diese Entscheidung durch eine ABC/XYZ-Klassifikation der Ersatzteile. A-Teile mit hohem Verbrauchswert und regelmäßigem Bedarf werden über Rahmenverträge beschafft und automatisch nachbestellt. C-Teile mit niedrigem Einzelwert werden über vereinfachte Bestellprozesse abgewickelt. Kritische Teile, die unabhängig von ihrem Wert aufgrund ihrer Produktionsrelevanz bevorratet werden müssen, erhalten einen definierten Sicherheitsbestand mit automatischer Nachbestellung bei Unterschreitung. Die Verbrauchsstatistik pro Maschinenlinie und Wartungsintervall liefert die Datenbasis für eine kontinuierliche Optimierung der Bestandsstrategie.

Langfristige Vertragsstrukturen im Shop abbilden

Industriekunden beschaffen nicht ad hoc, sondern auf Basis langfristiger Verträge. Rahmenverträge mit festgelegten Preisen, Mengen und Laufzeiten regeln die Beschaffung von Standardmaterialien. Abrufaufträge gegen diese Rahmenverträge müssen im Shop einfach und transparent abwickelbar sein. Unser Vertragsmodul zeigt dem Einkäufer die verfügbaren Rahmenverträge mit verbleibenden Kontingenten, aktuellen Abrufmengen und dem Vertragsstatus. Die Bestellung erfolgt direkt gegen den Rahmenvertrag, die Vertragsbedingungen werden automatisch angewendet.

Für Materialien ohne Rahmenvertrag unterstützt der Shop den Angebotsanfrageprozess. Der Einkäufer kann aus dem Warenkorb heraus eine formelle Anfrage generieren, die an die zuständige Vertriebsabteilung weitergeleitet wird. Das resultierende Angebot wird im Portal hinterlegt und kann mit einem Klick in eine Bestellung umgewandelt werden. Diese Abbildung des klassischen RFQ-Prozesses im digitalen Kanal beschleunigt die Beschaffung und reduziert den E-Mail-Aufwand für beide Seiten. Die Referenzen zeigen, wie wir diesen Ansatz in Industrieprojekten umgesetzt haben.

Mehrstandort-Beschaffung und Konzernstrukturen

Industriekonzerne mit mehreren Produktionsstandorten stehen vor der Herausforderung, die Beschaffung zentral zu koordinieren und gleichzeitig standortspezifische Bedarfe effizient zu bedienen. Unser B2B-Portal unterstützt mandantenfähige Organisationsstrukturen mit zentralem Einkauf und dezentralen Bestellberechtigungen. Der zentrale Einkauf verhandelt konzernweite Rahmenverträge und gibt Lieferanten und Konditionen frei. Die einzelnen Werke bestellen innerhalb der freigegebenen Sortimente und Budgets eigenständig und können standortspezifische Lieferadressen und Kostenstellen hinterlegen.

Konzernweite Auswertungen zeigen dem strategischen Einkauf, welche Materialien über alle Standorte hinweg beschafft werden und wo Bündelungspotenziale bestehen. Wenn drei Werke den gleichen Artikel bei unterschiedlichen Lieferanten bestellen, identifiziert die Analyse diese Redundanz und ermöglicht eine Konsolidierung auf einen Rahmenvertrag mit besseren Konditionen. Diese Transparenz über die gesamte Beschaffungslandschaft ist ein wesentlicher Hebel zur Kostenreduktion, den ein gut konzipierter E-Commerce-Kanal deutlich effizienter bedient als die fragmentierte Beschaffung über Telefon und E-Mail.

Was ein Industrie-Ersatzteilshop kostet

Ein belastbarer Preis entsteht erst nach Sichtung Ihrer Maschinenstammdaten, Stücklisten und Systemlandschaft. Zur Orientierung nennen wir die typischen Ausbaustufen als Ab-Preise: vom fokussierten Ersatzteil-Shop über das Beschaffungsportal mit Kanban und Freigaben bis zum konzernweiten Mehrstandort-Portal. Alle Preise netto zzgl. USt.; die Lizenzkosten der Shopware B2B Components weist Ihr Angebot getrennt aus.

Ausbaustufen für Ihren Industrie-Ersatzteilshop

Ab-Preise netto zzgl. USt. Der genaue Umfang und damit der Festpreis stehen nach einem kostenfreien Erstgespräch fest. ERP-Anbindung und Punchout-Anbindungen kommen als Festpreis-Bausteine hinzu.

Ersatzteil-Shop

Der fokussierte Einstieg für die Instandhaltung.

ab 14.900 € Festpreis netto
  • Maschinen- und Baugruppennavigation
  • Ersatzteilsuche mit Datenblättern
  • Standard-ERP-Konnektor ab 4.900 €
  • Rechnung, SEPA und Kreditlimit
  • Barrierefrei und mobil bedienbar
Erstgespräch anfragen
Beliebt

Beschaffungsportal

Portal mit Kanban, Freigaben und Rahmenverträgen.

ab 24.500 € Festpreis netto
  • Kundenportal mit Rollen und Budgets
  • Kanban-Nachschub und Freigabe-Workflows
  • Individuelle ERP-Anbindung ab 12.900 €
  • Rahmenverträge und Abrufaufträge
  • Zertifikate und Chargenrückverfolgung
Erstgespräch anfragen

Mehrstandort-Portal

Konzernstruktur mit mehreren Werken und Punchout.

ab 49.000 € Festpreis netto
  • Mandantenfähige Werksstruktur
  • Punchout OCI ab 4.900 €, cXML ab 6.900 €
  • Konzernweite Sortimente und Auswertungen
  • PIM- und MES-Anbindung
  • Betreuung ab 249 € pro Monat (SLA)
Erstgespräch anfragen

Laufende Betreuung (netto): Wartung/SLA ab 249 € pro Monat (Business 490, Premium 990). Entwicklung nach Aufwand 119 € pro Stunde, Tagessatz 940 €. Ein verbindliches Angebot erhalten Sie nach dem kostenfreien Erstgespräch.

Ersatzteilbeschaffung, die Stillstände verkürzt

Wir analysieren Ihre Maschinenstammdaten, Stücklisten und Kanban-Kreisläufe und zeigen, wie ein Shopware-basierter Ersatzteilshop Ihre Instandhaltung entlastet.

Häufig gestellte Fragen zum Industrie-E-Commerce

Industrie-Projekt anfragen

Schildern Sie uns kurz Ihre Ausgangslage — Maschinenpark, ERP-System, Stücklisten und Kanban-Kreisläufe. Sie erhalten eine fachliche Einschätzung und einen klaren Orientierungspreis. Telefonisch erreichen Sie uns unter 05123 9579000.

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