Technische Fragen
Die technische Umsetzung eines B2B-Shops wirft naturgemäß besonders viele Fragen auf. Von der Wahl der richtigen ERP-Anbindung über die Performance-Optimierung bei großen Katalogen bis zur Implementierung komplexer Bestellfreigaben: In diesem Abschnitt gehen wir auf die technischen Details ein, die den Unterschied zwischen einem funktionierenden und einem wirklich leistungsfähigen B2B-Shop ausmachen.
- Welche ERP-Systeme können an den B2B-Shop angebunden werden? Wir haben Integrationserfahrung mit SAP Business One, SAP S/4HANA, Microsoft Dynamics 365, DATEV und zahlreichen branchenspezifischen Warenwirtschaftssystemen. Die Anbindung erfolgt über standardisierte APIs oder individuelle Middleware-Lösungen, je nach Komplexität und Datenvolumen. Typische Synchronisierungsbereiche umfassen Artikelstammdaten, Lagerbestände, Kundenkonditionen, Bestellungen und Rechnungen. Die Synchronisierung kann in Echtzeit oder in definierten Intervallen erfolgen.
- Wie performant ist ein Shopware-B2B-Shop bei großen Katalogen? Mit der richtigen Architektur skaliert Shopware Community Edition problemlos auf Kataloge mit mehreren Hunderttausend Artikeln. Wir setzen auf Elasticsearch für schnelle Volltextsuche und Facettierung, Redis für Session- und Objekt-Caching, optimierte Datenbankabfragen und ein mehrstufiges Caching-Konzept. Für Shops mit besonders hohem Datenvolumen implementieren wir Read-Replicas und optimierte Indexierungsstrategien. Unsere B2B-Shops erreichen typischerweise Seitenladezeiten unter zwei Sekunden, auch bei katalogintensiven Seiten.
- Unterstützt der B2B-Shop kundenspezifische Preise und Rabattstaffeln? Ja, individuelle Preisgestaltung ist eine Kernfunktion unserer B2B-Lösungen. Wir implementieren kundenspezifische Preislisten, mengenabhängige Staffelpreise, zeitlich begrenzte Sonderkonditionen und Rahmenvertragspreise. Die Preise können direkt aus dem ERP-System synchronisiert oder im Shop gepflegt werden. Auch komplexe Szenarien wie währungsabhängige Preise, projektbezogene Sonderpreise und Preise mit Gültigkeitszeiträumen werden unterstützt.
- Kann der Shop in mehreren Sprachen und Währungen betrieben werden? Shopware Community Edition unterstützt nativ mehrere Verkaufskanäle mit unterschiedlichen Sprachen, Währungen und Steuerkonfigurationen. Wir konfigurieren für jeden Zielmarkt einen eigenen Verkaufskanal mit länderspezifischen Steuersätzen, lokalen Zahlungsmethoden und angepassten Versandkonditionen. Die Übersetzungsverwaltung ist direkt im Backend integriert, sodass Ihr Team Inhalte effizient in allen Zielsprachen pflegen kann.
- Welche Zahlungsmethoden sind für B2B-Kunden verfügbar? Für den B2B-Bereich implementieren wir typischerweise Kauf auf Rechnung mit konfigurierbaren Zahlungszielen, SEPA-Lastschrift, Vorkasse und Kreditkarte. Zusätzlich können Bonitätsprüfungen über Schnittstellen zu Wirtschaftsauskunfteien integriert werden. Für Bestandskunden mit Rahmenverträgen ist eine automatische Rechnungsstellung mit konfigurierbarem Zahlungsziel Standard. Auch Teillieferungen mit anteiliger Rechnungsstellung werden unterstützt.
- Wie werden Bestellfreigaben und Budgetlimits technisch umgesetzt? Wir implementieren mehrstufige Freigabe-Workflows, die sich an der Organisationsstruktur Ihres Kunden orientieren. Ein Mitarbeiter legt eine Bestellung an, die je nach Bestellwert automatisch an den Abteilungsleiter oder die Einkaufsleitung zur Freigabe weitergeleitet wird. Budgetlimits können pro Abteilung, Kostenstelle oder Einzelperson definiert werden. Bei Überschreitung wird die Bestellung automatisch eskaliert. Alle Freigabeaktionen werden für die Compliance-Dokumentation protokolliert.